Artikel aus der Jungfrauzeitung:
Drei Tage voller Einsatz und Kreativität
Eine Gruppe schnitt im Naturschutzgebiet Weissenau Äste ab, die den Bauern im Weg waren. Beim Burgseeli entfernten die Jugendlichen Brombeerstauden mitsamt den Wurzeln.
Gunther Klenk vom Vogelschutzverein Bödeli lehrte eine andere Gruppe viel über einheimische Vögel wie Blaumeisen. Die Schülerinnen und Schüler beeindruckte besonders, warum weibliche Vögel weniger farbig sind als männliche. «So können sich Weibchen besser tarnen. Sie müssen das Nest bewachen, und da wären knallige Farben unpraktisch», fasst Nina überzeugend das Gelernte zusammen. Auf die Theorie folgte die Praxis. Die Jugendlichen bauten artgerechte Nistkästen, welche sie anschliessend entlang des Lombachs an Bäumen aufhängten.

Eine weitere Gruppe erledigte verschiedene Arbeiten auf dem Golfplatz als Dank für die kostenlosen Schnupperkurse, welche die Oberstufenklassen regelmässig besuchen dürfen.
Soziales Engagement und Kreativprojekte
Ein paar Mädchen häkelten Oktopusse für Frühchen. Vanessa erklärt: «Frühchen sind Babys, die zu früh auf die Welt gekommen sind und dann noch eine Zeit lang im Brutkasten sein müssen. Sie erhalten einen gehäkelten Oktopus, weil sich die Arme wie eine Nabelschnur anfühlen.»
Gleich zwei Gruppen wollten das Oberstufenschulhaus verschönern. Die einen malten Bilder, inspiriert vom Künstler Hundertwasser. Die anderen gestalteten Zeichnungen zum Thema: Tiere, Plastik und die Welt.
27 Jugendliche, die sich sozial engagieren wollten, überlegten in Absprache mit einer Lehrperson, wer aus ihrem Umfeld auf Unterstützung angewiesen ist. Ein Schüler zum Beispiel half seiner Grossmutter beim Füttern der Hühner und Kaninchen und beim Reinigen der Wohnung. Ein anderer Schüler baute unter fachkundiger Anleitung einen Holzunterstand für die Jugendgruppe, in der er Mitglied ist.

In der Schule gestalteten weitere Jugendliche Taschen und füllten sie mit selbst gebackenen Zopftieren, Keksen und selbst gefärbten Eiern. Diese Geschenktaschen überreichten sie Senioren daheim und in den Altersheimen Kristall, Bethania und im Seniorenpark Weissenau. Zudem wurden ein Dutzend Senioren in der Schule zu einem einfachen Mittagessen empfangen, währenddem angeregt geplaudert wurde.
Begegnungen im Altersheim
Im Altersheim Sunnsyta in Ringgenberg durften mehrere Schülerinnen und Schüler während der drei Projekttage mit den Bewohnenden Gespräche führen, backen und Spiele organisieren. Aurela schreibt: «Mein Highlight war, dass ich mit ihnen Schach spielen durfte. Das hat sehr Spass gemacht. Ich bin sehr dankbar, dass ich dort war, weil ich sehr viel profitieren konnte.»
Diese und ähnliche Aussagen zeigen, dass Gutes tun ein Geben und Nehmen sein kann.
